Heldenmama gesucht!!!

Richard, unser Wunderkind

oder

Manchmal ist eben doch Liebe alles was es braucht!

Richards Seite mussten wir dringend überarbeiten. Seine Entwicklung der letzten Wochen ist so außergewöhnlich, unerwartet und wundervoll, dass ihm unsere bisherige Beschreibung überhaupt nicht mehr gerecht wird.

 

Als wir Richard aufnahmen kam er in tief traumatisierten Zustand bei uns an. Er war panisch, komplett halt- und orientierungslos und oftmals überhaupt nicht mehr ansprechbar. Er drehte sich im Kreis ohne Stopp, lief mit vollem Tempo überall gegen und wir hatten größte Angst, er könnte sich verletzen. Wir waren in allergrößter Sorge und fragten uns, ehrlich gesagt, was wir uns da zugemutet hatten. Waren wir zu idealistisch? Zu naiv? Gibt es Hunde, die man einfach nicht retten kann? War Richard eine zu große Aufgabe für uns?

Die ersten Besuche mit Richard in der Tierklinik Gießen waren katastrophal für ihn, emotional gesehen. Er war durchgehend panisch, musste für jede Anwendung und Behandlung sediert werden und die Ärzte fragten uns eindringlich, ob wir wirklich glauben, dass sein Leben erhaltenswert ist. Er schien gebrochen. Aber wir mochten nicht aufgeben.

Nun, und hier was daraus geworden ist...


Richards Leben vor den Knautschnasen

Dies ist seine alte Beschreibung, ganz vom Anfang. Diese möchten wir so lassen.

 

Richard wurde im August 2015 geboren. Auf der Strasse in Rumänien umherirrend wurde er von einem örtlichen Verein aufgegriffen.

Richard ist von Geburt an blind. Und er ist schwer traumatisiert. Niemand weiß, was er erlebt hat, aber es wird nichts Gutes gewesen sein. 

Dieser Verein suchte nun nach einem Zuhause für Richard und wir wurden auf ihn hingewiesen. Blind und traumatisiert hat er es natürlich ausgenommen schwer.

Wir halten uns vom Auslandstierschutz eigentlich fern. Nicht weil wir dagegen sind, sondern einfach, weil wir uns um die Tiere hier vor Ort kümmern möchten. Aber Richard hat uns sehr bewegt. Und so adoptierten wir ihn und holten ihn nach Deutschland. Hier ist er nun bei einer sehr lieben Vereinsfreundin untergebracht und wird gut versorgt. Wir haben ihn eingehend untersuchen lassen und bis auf die Blindheit und derzeit noch Herzwürmer, scheint er sehr gesund. Psychisch ist das natürlich anders.

Wir wissen natürlich  nicht, was er mit anderen Tieren erlebt hat. Da unklar ist, wie lange er auf der Strasse in Rumänien zugebracht hat, können wir hier auch nur mutmaßen… aber Strassenhunde können schon sehr kompromisslos sein. Erkennen sie ein fremdes, krankes Tier, welches eventuell dem Rudel schaden könnte, wird es vertrieben oder sogar getötet. Es ist also durchaus denkbar, dass er von Strassenhunden schwer gemobbt wurde. Auf jeden Fall reagiert er massiv auf andere Tiere. Er wird hochaggressiv. Sogar der Geruch anderer anwesender Tiere lässt ihn in totale Aufregung verfallen. Er ist hier mit jeglichem anderen Tier absolut unverträglich.

Genau deswegen suchen wir händeringend nach Richards Mama, die ihn zum Einzelprinzen macht! Er muss endlich ankommen, Ruhe und Vertrauen erfahren und anfangen, sein erfahrenes Trauma zu verarbeiten.


Der Status Quo der ersten Zeit

Richard ging es wirklich extrem schlecht. Er war dauerhaft in Panik. Das ist keine Übertreibung. Alles regte ihn ungemein auf und er war oftmals nicht ansprechbar. Er drehte durchgehend im Kreis und hielt seinen Kopf extrem schief.

Wir stellten ihn sehr kurzfristig in der Tierklinik Gießen vor und dort wurde er von Kopf bis Fuss untersucht. Die Augen, das Herz, Blutbilder und und und. Auch ein großes MRT vom Kopf ließen wir erstellen und es wurde Hirnwasser abgenommen. Wir wollten wissen, was der kleine Kerl hat. Hatte er ein Trauma am Kopf, einen Tumor? Was war der Grund für sein Drehen und die Kopfschiefhaltung. 

Die genauen Ergebnisse aus Gießen kommen weiter unten. 

Zusammenfassend aber hier schon: bis auf eine Blindheit von Geburt an, war der Kleine kerngesund. Organisch. Er hatte einen starken Herzwurmbefall, denn wir sofort in Behandlung setzten. Hier würden noch einige Termine in Gießen kommen und die Behandlung ist alles andere als leicht und für Richard durchaus hochrisikoreich. Aber uns blieb keine Wahl. Wir standen hier vor einer "Friss oder Stirb" Situation. Richard musste da durch! Eine Anweisung der Klinik war absolute Ruhighaltung und konsequente Boxenhaltung. Richard durfte sich unter keinen Umständen aufregen oder anstrengen... eine Anweisung, die uns bei diesem Hund verzweifeln lies... wie erklärt man ihm, dass doch eigentlich nun alles gut werden soll und er ganz ruhig bleiben kann. 

Pflegemama und wir sagten uns "Augen zu und durch!"

 

Bei der Pflegemama musste Richard aufgrund der Situation isoliert gehalten werden und in einem Kinderlaufgitter leben. Mehrheitlich... seine Pflegemama nahm ihn, wann immer möglich heraus für kleine Spieleinheiten, Kuschelzeiten und versuchte alles in ihrer Macht stehende, um dem süßen Kerl Sicherheit zu vermitteln. Und sie leistete tolle Arbeit. Richard wurde ruhiger, er drehte sich nach einigen Wochen nicht mehr so schlimm und wurde auch außerhalb des Hauses ansprechbar und versuchte sich an seiner Pflegemama zu orientieren. Leine laufen funktionierte immer besser. Instinktiv machte es Mama ganz gut und packte Richard nicht in Watte. Er sollte selbst versuchen, was für ihn funktioniert und so auch endlich ein Selbstbewusstsein entwickeln. 

 

Dennoch, auch bei der ersten Wiedervorstellung in Gießen, um die erste Behandlung zum Ausspülen der Herzwürmer vorzunehmen, waren die Ärzte in größter Sorge. Richard hatte seit dem letzten Besuch ein Kilo abgenommen. Und noch immer war er so aufgeregt in dieser Umgebung, dass er für jede Behandlung und Anwendung sediert werden musste. Zu groß war das Risiko, dass er sich so aufregt, dass er aufgrund seiner Herzwürmer daran verstirbt. Man legte uns wiederholt nahe zu überdenken, ob sein Leben wirklich lebenswert ist.

 

Wir waren bereits hauptsächlich an Richard dran. Suchten nach Möglichkeiten seine Suche nach einer Mama öffentlich zu machen. Schrieben alle Zeitungen, Magazine, Fernsehsender an, um eine Berichterstattung zu bekommen. Das Interesse war, milde gesagt, eher gering... 

Unser nächster Ansatz war es, eine Nanny für Richard zu finden. Würde er eine zweite Bezugsperson bekommen, die sich einige Male die Woche intensiv mit ihm beschäftigt, so würde er sich weiterentwickeln... so unsere Hoffnung. Aber auch hier, waren wir nicht sehr erfolgreich und unsere Verzweiflung entsprechend maßlos.

 

Richards Pflegemama setzte dann den großen Umbruch in Bewegung. Sie hatte einen Freund, der sich in der Vergangenheit schon öfter um ihre Hunde gekümmert hatte, wenn sie Hilfe brauchte. Ein junger, sympathischer Mann, alleinerziehend, mit unglaublich viel Hundeerfahrung und einer schier unerschöpflichen Menge an Liebe und Zuversicht. Richard kannte ihn bereits und dann machte Richard das erste Mal ein "Männerwochenende" mit Marc, so heißt sein neuer Freund, welches der Beginn eines vollkommen neuen Lebens sein sollte. So beginnt nun seine WIRKLICHE Geschichte!


Der wahre Richard

 

Unser kleiner Held ist eine hochkonzentierte Ansammlung von ausschließlich LIEBE! 

Eigentlich können wir hier schon aufhören zu erzählen. Richard ist Liebe! 

 

Der Lütte geht offen und freudig auf Menschen zu. Er möchte einfach nur Spielen und gaaaanz viel kuscheln. 

Was wir einige Wochen nach seiner Ankunft über ihn schrieben, bleibt korrekt: Ganz Bully, würde er sich wohl am liebsten bei Mama vor Brust und Bauch kletten und so den Rest seines Lebens verbringen. Bullys sind ja schon extrem, was das Alleinsein und die Nähe zu ihren Menschen angeht. Aber Richard hat halt wirklich nichts anderes momentan. Und er sehnt sich unendlich nach Liebe und Zärtlichkeit. Und die gibt er auch bedingungslos. 

Er ist der weltgrößte Schmuser! Gibt Küsschen, spielt ganz bezaubernd mit den Händen seiner Pflegemama und genießt den Körperkontakt über alle Maßen. Das ist es auch, was er momentan erst einmal am meisten braucht.

 

Aber bei seinem besten Kumpel zeigt er auch, dass er unbedingt lernen möchte. Er möchte etwas erleben und ganz viel mit seinem Menschen machen. Er ist unglaublich klug, sehr sehr erfinderisch und super lernwillig. Er hungert nach Wissen und Erfahrungen.

 

Letzendlich zeigt sich: Richard ist ein GANZ NORMALER Hund! Und ein bilderbuchmäßiger Bully!

 

Nun war Richard Mitte März zum nächsten Termin in Gießen, um die Herzwürmer auszuspülen. Und Gießen glaubte fast, wir hätten ihnen einen neuen Hund geschickt. Richard hat in den Wochen seit der letzten Behandlung nicht nur 2 Kilo zugenommen, er ist insgesamt entspannter und aufgeschlossener! Er muss für Behandlungen und Anwendungen nicht mehr jedes Mal sediert werden. Bereits sehr kurz nach der Herzwurmbehandlung konnte er von der Intensivstation auf die normale Station wechseln und zeigt sich dort sehr aufmerksam und liebevoll. Pflegemama und Richards bester Kumpel Marc bekamen von Gießen ausdrücklich das höchsten Lob ausgesprochen für die unglaubliche Arbeit mit ihm! Sie haben keinen Zweifel mehr daran, dass Richard gerettet werden kann und MUSS! 

 


Richards Gesundheit

Wir haben Richard eingehend von der Tierklinik Gießen untersuchen lassen. 

 

Richard hat eine permanente Kopfschiefhaltung und dreht sich im Kreis. Hier stand ein neurologisches Problem im Raum. Er hat derzeit Herzwürmer, wird aber bereits behandelt und geht im Februar zur abschließenden Behandlung noch einmal ein paar Tage stationär nach Gießen. Dann sollte dies endgültig ausgestanden sein. Und er ist blind. Hier war unklar, ob dies durch Misshandlung kam.

In Gießen machten wir u.a. einen MRT des Kopfes und untersuchten sein Hirnwasser. Sein Herz und seine Augen wurden eingehend von einem Spezialisten untersucht und er wurde komplett durchgecheckt.

 

Das Gehirn zeigte keinerlei strukturelle Auffälligkeiten. Er hat keinen Tumor und keine nachhaltigen Verletzungen. Auch ein Kontrastmittel zeigte nirgends eine Anreicherung. Es gibt dort also keinen Anhaltspunkt für seine neurologischen Symptome. Das ist erst einmal ein sehr gutes Ergebnis, stellt uns natürlich aber auch vor einige Fragen. Es wurde Hinwasser entnommen und auch hier sind keinerlei Auffälligkeiten. 

 

Er scheint nicht durch Schläge erblindet zu sein, wie zuerst angenommen wurde. Sondern die Ärzte meinen aufgrund des MRTs und der Untersuchung durch den Augenspezialisten, dass dies angeboren ist. Auf dem rechten Auge war z.B. keine Linse erkennbar. Der Augeninnendruck ist aber vollkommen ok, so dass man sagen kann, sie sind in Anbetracht der Fehlentwicklung sonst gesund. 

 

Beide Mittelohren sind leicht gefüllt. Dort erkannten sie aber keinen akuten Handlungsbedarf. Eventuell ist auch dies ein "normales" Problem der Brachyzephalen mit verengten Gehörgängen und gestörtem Abfluss. Es gibt dort keine entzündlichen Prozesse.

 

Seine Kopfschiefhaltung könnte eine Folge eines Vestibularsyndroms sein, dies ist aber nur eine Vermutung. Es könnte auch psychischer Stress sein. Auch dafür gibt es keine physische Erklärung.

Die Internisten haben sein Herz genau untersucht und es ist wirklich schwer befallen von Herzwürmern. Aber hier ist eine konservative Behandlung mit Medikamenten vollkommen ausreichend. Er bekommt das entsprechende Medikament für 8 Wochen und geht dann noch einmal nach Gießen für eine abschließende Behandlung.

 

So ist also seine gesundheitlich Situation derzeit. Seine Atmung, war auch in Anbetracht der Rasse, nicht besonders erwähnenswert und wir haben Grund zur Hoffnung, dass er hier keine Behandlung brauchen wird. Auch ist er, was seinen Rücken angeht, bisher komplett unauffällig. Was natürlich für beides keine lebenslange Garantie gibt, aber so erst einmal ein sehr guter Stand für einen dreijährigen Bully ist.

 

Allergien scheint er nicht zu haben. Zumindest ist seiner Pflegemama dort bisher nichts aufgefallen.


Wen oder Was braucht Richard?

Wir suchen für Richard eher eine Mama. Er liebt Frauen und vertraut hier sehr schnell. Von Männern scheint er schwer misshandelt worden zu sein und Vertrauen aufzubauen, fällt ihm etwas schwer. Aber es ist möglich, wie seine innige Freundschaft mit Marc und seinem Sohn zeigt.

 

Wir stellen uns folgende Lebenssituation vor: sein Mensch ist z.B. eine alleinlebende Person, eher mittleren Alters, berentet oder von Zuhause arbeitend. Oder auch ein Paar, bei dem einer ganztags Zuhause ist. Wichtig ist, dass es keine kleinen Kinder im Haus gibt und ganz sicher auch keine mehr dazu kommen. Mit der Aktivität von Kleinkindern kommt Richard nicht klar. Die Geräusche und schnellen Bewegungen, die mitunter große Begeisterung, überfordern ihn maßlos und er regt sich sehr auf. Kinder sollten schon älter sein und in der Lage, Richards ungewöhnliche Situation zu verstehen und ihr eigenes Verhalten seinen Bedürfnissen anzupassen.

  

Richard möchte seinen Menschen immer bei sich haben. Unsere Wunschvorstellung ist also wirklich jemand, der Richard zu seinem Lebensinhalt macht. Der, so weit möglich, wirklich 24 Stunden bei ihm ist. Gerade in der Anfangszeit wird dies wirklich notwendig sein. Wahrscheinlich wird er später auch lernen können, mal ein oder zwei Stunden allein zu sein. Aber dies können wir nicht garantieren und momentan ist dies wirklich  nicht möglich. 

 

Er braucht eine sehr ruhige, strukturierte Umgebung. Also auch ein Zuhause, welches nicht laufend neu umgeräumt wird oder in dem viele Kleinigkeiten auf dem Boden stehen. Wird er nicht berührt oder direkt angesprochen, dreht er sich unkontrolliert im Kreis und läuft einfach los. Er ist vollkommen schutz- und orientierungslos und läuft mit vollem Tempo überall gegen. Dies ist natürlich für seine Augen ein extremes Verletzungsrisiko und hier wird er Schutz benötigen.

 

Ruhig muss sein Zuhause aber auch sein, was Geräusche und Atmosphäre angeht. Also eine ruhige Wohngegend. Gibt es Nachbarn im Haus, dann welche, die eher ruhig und wirklich angenehm mit zu leben sind. Sein Haus sollte ebenerdig sein und einen Garten haben. Oder eine Wohnung eben im Erdgeschoss liegen mit kleinem Garten angeschlossen. Kein Stadtlärm, möglichst keine Schule oder ein Kindergarten direkt nebenan. Ein Nachbar mit vielen Hunden oder vielleicht auch nur einem, könnten für ihn wahrscheinlich auch problematisch werden. 

  

Es dürfen absolut keine anderen Tiere im Haushalt leben. Wir werden hier keine Experimente eingehen, ob es nicht irgendwann vielleicht doch klappt! Wir haben hier einen wirklich schwerst traumatisierten Hund und für ihn wäre es ein emotionaler Super-GAU, wenn er nun in ein neues Zuhause kommt und dies nach ein paar Wochen wieder verlassen muss, weil klar ist, dass es doch nicht mit anderen Tieren klappt. Er muss sich ja schon von seiner Pflegemama trennen. Und auch dies, wird ihn wahrscheinlich psychisch erst einmal wieder einbrechen lassen. Dies soll er, wenn er jetzt umzieht, danach nie wieder erleben müssen.

 

Soviel zu den äußeren Lebensbedingungen, die schon einen hohen Anspruch stellen. Aber fast noch viel wichtiger, sind die Qualitäten seines neuen Menschen. Richard braucht einen sehr gelassenen, in sich ruhenden, zutiefst liebevollen Menschen. Jemanden, der sich gerne voll auf seinen Hund einstellen möchte und der für ihn auch gewisse Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen würde. Er braucht aufgrund seines Traumas jemanden, der sich gerne auch mit Verhaltenspsychologie beschäftigt und der selbst einen leichten Zugang zu psychischen Themen hat und sich sehr gerne damit beschäftigt.

Erfahrungsgemäß ändert sich das Verhalten von Tierschutzhunden noch einmal in vielen Bereichen, wenn sie erst einmal angekommen sind und sich sicher fühlen. Was das nun in Verbindung mit Richards Trauma bedeutet, ist absolut nicht abzusehen. Dies muss sich seine Mama sehr bewusst machen und bereit sein, mit ihm da durch alles durch zu gehen.

 

Es ist denkbar, dass er ankommt und komplett unauffällig und der lustigste und tollste kleine Kerl der Welt ist. Es ist aber genauso denkbar, dass er mit einmal, scheinbar grundlos, hoch aggressiv wird und nach vorne geht und wirklich verletzen will. Dies sind die beiden Extreme und dazwischen ist alles denkbar. Das muss seine Mama wissen und dies auch bereit sein, mit ihm durch zu stehen. Niemand weiß, was oder wer ihn triggern und ein vielleicht panisches oder aggressives Verhalten auslösen könnte. Hier muss seine Mama souverän und gefasst bleiben und instinktiv richtig reagieren.

Bei seinem letzten Besuch der Tierklinik und auch seinen Aufenthalten bei seinem besten Freund Marc zeigt er sich jedoch sehr sehr freundlich, aufgeschlossen und liebevoll.

 

Wir werden für Richard einen Verhaltenstherapeuten suchen und ihn anschauen lassen. Und wenn er es benötigt, bekommt Richard regelmäßige Therapiestunden mit ihm, was für Richards Mama natürlich bedeutet, dies voll mitzumachen. Sie sollte also sehr verantwortungsbewusst und konsequent sein und ein aufgestelltes Therapieprogramm und eventuelle Übungen mit ihm auch wirklich zuverlässig durchführen.


Die vertragliche Situation

Richard bleibt lebenslang ein Vereinshund! So lange es uns gibt, bleibt er unser Hund und wir kümmern uns um seine gesundheitlichen Belange. Das bedeutet, seine Mama ist so etwas wie eine lebenslange Pflegestelle. Aber sie soll sich als Mama fühlen. Richard ist ihr Baby! Nur wenn es um seine Gesundheit geht, sind wir halt an ihrer Seite. Tierarzt geschieht in Absprache mit uns und natürlich übernehmen wir dies auch finanziell. Natürlich wird es eine Regelung für Notfälle geben. Aber an diese Regelungen muss sich auch gehalten werden. Das ist das einzige, wo seine Mama in ihrer Entscheidungsfreiheit beschränkt ist, aber sie soll uns als Partner sehen, die nur das allerbeste für Richard wollen! Alle anderen Entscheidungen stehen ihr vollkommen frei und sie darf sie, im besten Sinne für Richard fällen. Sie wird die Spezialistin sein, wenn es um ihn und seine Bedürfnisse geht und wir möchten uns da vollkommen auf ihre Empfehlung verlassen.

 

Was seine Blindheit angeht, so braucht er Training, um mehr Sicherheit im Leben zu erlangen und auch eine gewisse Eigenständigkeit zu erlernen. Hier sind wir zu vielem bereit, was wir auch finanziell unterstützen würden. So ist z.B. denkbar für Richard einen „Halo for Paws“ zu erwerben und zu gucken, ob ihm dies die Orientierung erleichtern würde. Aber auch für andere Ideen sind wir offen. Seine Mama wird ein Gefühl dafür bekommen, was ihm helfen und er akzeptieren könnte und wir gehen da auf ihre Empfehlung ein.

 

Wir planen nicht, den Verein irgendwann aufzugeben. Aber niemand weiß, was die Zukunft bringt. Und so sollte seine Mama insoweit finanziell stabil situiert sein, dass sie ihn im äußersten Notfall auch komplett allein versorgen könnte. Also die Versicherung übernehmen könnte und ihn auch gesundheitlich versorgen kann, wenn es notwendig wird. Es wird sicherlich Freunde unseres Vereins geben, die für Richard eine Patenschaft übernehmen und ihn mit notwendigen Kleinigkeiten versorgen oder finanziell dauerhaft unterstützen. So etwas kann man in solchen Fällen auch unter gewissen Voraussetzungen, privat annehmen. Aber es ist natürlich nicht garantiert, dass die Paten an seiner Seite bleiben, sollte es keinen Verein mehr geben. Dies möchten wir nur der Vollständigkeit halber erwähnen. Wir sind immer für vollkommene und schonungslose Ehrlichkeit! Aber wir hoffen, dass es uns noch viele, viele Jahre gibt und das ist auch, was wir anstreben und wofür wir kämpfen!


Du bist Richards Mama?

Nach all dem glaubst Du nun, dass Du Richards Mama bist? Dann schreibe uns oder rufe Manuela an. Erzähle uns von Dir und Deiner Lebenssituation. Und natürlich kannst Du Richard, in Absprache mit seiner Pflegemama, jederzeit kennen lernen. Er lebt derzeit in 32120 Hiddenhausen.

 

Schicke uns eine Mail und erzähle von Dir: knautschnasen-hilfe@gmx.de

 

Oder rufe direkt Manuela an unter 0170/ 541 88 33.

 

Wir freuen uns darauf, Dich kennen zu lernen!


Du möchtest bei der Suche helfen?

Du möchtest uns bei der Suche nach Richards Mama unterstützen? Du könntest unseren Such-Flyer z.B. bei Deinem Tierarzt aufhängen oder bei Deiner Hundeschule. Das wäre eine große Unterstützung!

Hier kannst Du Dir seinen Flyer herunter laden.

Unseren Flyer gibt es in zwei Varianten. Eine knallbunte und eine etwas ruhigere. Suche Dir einfach die aus, die Dir besser gefällt! 



Update im März 2019

 

FREUND GEFUNDEN!!

Wir suchen ja für unseren Herzenshund eine Heldenmama oder wenigstens eine Nanny.

Beides haben wir bisher noch nicht gefunden.. Aber was wir gefunden haben ist ein super toller Freund für Richard.

Marc 39 Jahre und alleinerziehender Vater eines fast 12 jährigen Sohnes:-)

Dieser Freund tut Richard sowas von gut.....

Richard dreht sich kaum noch im Kreis, er ist wesentlich ausgeglichener und ruhiger vom ganzen Wesen her. Er kann sogar schon Sitz, Platz und Bleib (wenn er will:-)) Richard findet es ganz toll, wenn er etwas Neues lernt. Er bleibt neben seinem Freund sogar auf dem Sofa liegen und schläft ganz gechillt...So oft es geht kann Richard zu Marc und mit Richards kleinem 12 jährigen Freund hat er auch viel Spaß..Spielen findet Richard auch ganz klasse. Wenn man das erste Video von Richard sieht und sieht die Videos und Bilder von Heute, kann man es wirklich kaum glauben. Das ist ein echter Quantensprung...Zur Zeit ist der kleine Mann wieder in der Klinik wegen seiner Herzwürmer.....aber in dieser Zeit versucht Marc entweder eine Hundeschule oder Einzeltrainer zu finden, damit ihm noch besser geholfen werden kann. Vielleicht, irgendwann, bekommen wir Richard soweit, daß er keine Angst mehr vor anderen Tieren hat. Wir sind seiner Pflegemama Tanja Niemeier wirklich sehr dankbar für alles was sie für ihn tut und das sie Richard die Möglichkeit gibt zu Marc zu gehen so oft es geht.


Dieses bezaubernde Video schickte uns seine Pflegemama im Januar. Richard fängt nun langsam an zu spielen und erlebt so auch endlich mal positiven "Stress". Kann also mal den Kopf ausschalten und einfach nur fröhlich sein. Für ihn ein Schritt mit Siebenmeilenstiefeln!